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Beschussexperiment
Das NÖ Museum für Urgeschichte startete in Zusammenarbeit mit dem Bundesheer Mistelbach einen eindrucksvollen Versuch. Vier verschiedene Waffen aus drei verschiedenen Zeitepochen traten gegeneinander an: Eine Rekonstruktion eines steinzeitlichen Langbogens, eine Rekonstruktion einer mittelalterlichen Hornkompositarmbrust, eine Glock 17 (Kaliber 9 mm) und ein Sturmgewehr 77. In einem Beschussexperiment wurde untersucht, welche Wirkung diese verschiedenen Waffen haben. Der Pfeil des Langbogens blieb in einer Tiefe von 27 cm stecken und drang somit um 6 cm weniger tief in die ballistische Gelatine ein als der Bolzen der Armbrust. Glock und Sturmgewehr erzielten einen Durchschuss. Die Querschnittsbelastung ist beim Pfeil etwa 6-mal und beim Bolzen 4-mal so hoch, als beim Sturmgewehr 77. Interessante wundballistische Ergebnisse konnten erzielt werden. Das Ergebnis des Beschussexperiments finden Sie hier im Detail.
Oma & Opa Wochen
ASPARN – MICHELSTETTEN – MISTELBACH / Eine familienfreundliche Ferienaktion starteten drei Museen im Bezirk Mistelbach Anfang August. Vom 1. August bis 16. August 2009 fanden die „Oma & Opa-Wochen“ statt. Enkelkinder hatten in Begleitung mit ihrer Oma und/oder ihrem Opa in diesen beiden Wochen freien Eintritt bei der Michelstettner Schule, dem Museum für Urgeschichte und dem MZM Museumszentrum Mistelbach. Gemeinsam mit ihren Großeltern konnten sie durch das Ausfüllen eines Fragebogens und dem Finden des richtigen Losungswortes an allen drei Standorten je an einem Gewinnspiel teilnehmen. Der Glücksengel Georg aus Gänserndorf mit Standortmanager Mag. Josef Engelmann Die Gewinner im Museum für Urgeschichte sind: 1. Platz: Familienfahrt (4 Personen) mit der Weinviertel Draisine - Katharina Martinek aus Hallwang 2. Platz: Familieneintritt (Elternpaar mit Kindern) beim Hunnenfest - Lena Hobiger aus Seibersdorf 3. Platz Familieneintritt (Elternpaar mit Kindern) beim Hunnenfest - Elisabeth Hlawati aus Wien
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Venus von Falkenstein
Die Venus von Falkenstein ist ein echtes Juwel der niederösterreichischen Archäologie. Am 28. September wurde sie von Mag. Karl Wilfing, Bürgermeister der Stadtgemeinde Poysdorf, an Dr. Ernst Lauermann, den wissenschaftlichen Leiter des NÖ Museums für Urgeschichte in Asparn/Zaya, übergeben. Bisher war das Original der Venus von Falkenstein im Poysdorfer Stadtmuseum ausgestellt. Die zweifellos am prachtvollsten bemalt erhalten gebliebene anthropomorphe Statuette der Lengyel-Kultur (4.800 – 4.300 v. Chr.), die Venus von Falkenstein, stellt der Fund vom Schanzboden dar. „An der Falkensteiner Plastik ist die gelbe Bemalung der „Haut“ zu erkennen, die schwarze, aus schräg gestellten echten Mäandern gebildeten Schürze, die schwarzen, gewellten Haare, die sich auch am Kinn und Hals wieder finden und möglicherweise einen Bart andeuten, sowie in Rot einen Gürtel und eine große Doppelspirale, wohl ein Anhänger unter der Brust“, beschreibt Dr. Ernst Lauermann, wissenschaftlicher Leiter des NÖ Museums für Urgeschichte die Venus. Auch am Kopf findet sich noch ein kleiner roter Punkt, der als Schmuck zu deuten ist. Der Kopf selber ist völlig abstrakt gehalten und sitzt auf einem überlangen Hals. Die etwa 6.000 Jahre alte Venus von Falkenstein ist 13 Zentimeter hoch. Das Original der Venus von Falkenstein ist nun im NÖ Museum für Urgeschichte zu sehen.
Wir suchen Mitarbeiter
Für die Durchführung von Führungen und Workshops suchen wir ambitionierte Damen und Herren zur Besucherbetreuung. WENN SIE…Interesse an Archäologie und Urgeschichte haben… WENN SIE…kontaktfreudig und redegewandt sind… WENN SIE…zeitlich flexibel sind… WENN SIE…einen interessanten und finanziell lukrativen Nebenjob suchen… WENN SIE…Fremdsprachenkenntnisse (Englisch oder andere) haben… …dann senden Sie uns Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto an Urgeschichtemuseum Niederösterreich Schlossgasse 1 2151 Asparn /Zaya T 02577/84180 F 02577/84181 info@urgeschichte.at www.urgeschichte.at
Sommerprogramm im Urgeschichtemuseum
Wenn die Hitze des Sommers den Drang an den Strand unwiderstehlich macht, wartet im Urgeschichtemuseum Asparn an der Zaya auf alle Standhaften ein sinnliches und kurzweiliges Alternativprogramm. Die „Schule der Sinne“ im Juli rüttelt den Geruchs-, Geschmacks und Sehsinn wach, die durch künstliche Aromastoffe und nach EU-Richtlinien gekrümmte Gurken vielfach bereits verkümmert sind. In der Steinzeit war die Fähigkeit, Essbares von Giftigem zu unterscheiden überlebenswichtig. Im August sind dann bei der „Suche nach dem Schwert des Königs“ logisches Denkvermögen und Geschicklichkeit gefordert, um zu zeigen, wer das Zeug zum „Indiana Jones“ hat. PROGRAMM: 19. bis 31. Juli; täglich 14:30 bis 16:30 Schule der Sinne Vom Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern! Diese kulturelle Revolution am Übergang zur Jungsteinzeit hat ein neues Zeitalter eingeleitet. Plötzlich trat die Fähigkeit, essbare Kräuter und Früchte von giftigen zu unterscheiden in den Hintergrund. Vielmehr war nun das Wissen um Vegetationsperioden und Verarbeitungsmethoden gefragt. Die „Schule der Sinne“ bietet eine Anleitung, die Kräuter und Früchte der Steinzeit zu riechen und zu schmecken, mit Hilfe eines kritischen Blicks bereits über die Genießbarkeit zu entscheiden und die Fähigkeit den eigenen Geruchs- und Geschmackssinn neu zu entdecken. Besonders für Kinder ist es sicher auch interessant zu erfahren, welche Getreidesorten es schon in der Jungsteinzeit gab. Heute sind viel mehr Getreidesorten bekannt. Bei der „Schule der Sinne“ können einige davon mit den Augen unterschieden, mit den Händen begriffen und in verarbeiteter Form als Brote, verkostet werden, um die Unterschiede zu schmecken. 9. bis 22. August; täglich 14:30 bis 16:30 Auf der Suche nach dem Schwert des Königs Spannung, Spaß und knifflige Aufgaben bei der Suche nach dem Schwert des Königs. Geschicklichkeit, Wissen und Intuition sind gefragt, um den Schatz zu finden. Dabei geht es quer durch die Urgeschichte: vom Mammutjägerlager bis hin zum keltischen Versammlungshaus mit Funken schlagen, Hindernislauf u.v.m. Ein Griff in die Schatztruhe belohnt die Fleißigen.
Frischer Wind im alten Haus
23. Juni, 13-17 Uhr Es ist nicht einfach ein Haus einzurichten, schon gar nicht, wenn es ein urgeschichtliches Haus ist. Im Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn/Zaya wird nun ein Haus der Bronzezeit komplett eingerichtet – und das mit Unterstützung der Besucher. Ziel ist es, die Lebenswelt eines wohlhabenden Menschen aus der Bronzezeit vor über 3.000 Jahren darzustellen. Am 23. Juni findet diese einzigartige Aktion statt. So spannend kann Urgeschichte sein! Das Haus der Bronzezeit war bisher wenig eingerichtet, weil es nicht viele Anhaltspunkte für Einrichtungsgegenstände urgeschichtlicher Häuser gibt. Nun macht das Urgeschichtemuseum einen großen Schritt: künftig sollen Lebenswelten begreifbar gemacht werden. Das Haus eines wohlhabenden Menschen aus der Bronzezeit ist das Pilotprojekt. Die neue Ausstattung soll künftig den Eindruck vermitteln, als wäre das Haus noch immer bewohnt. So wie heute, gab es auch damals schon unterschiedliche funktionale Gliederungen im Haus – Wohn- und Schlafbereiche, Arbeitsbereiche sowie eine Kochstelle. Die neue Gestaltung soll lebensnahe Geschichten selbsterklärend und überraschend erzählen. Schon bei der Eröffnung vor 40 Jahren war das Urgeschichtemuseum ein Vorreiter in der Darstellung von weit zurückliegenden Lebenswelten. Durch die ergänzende Ausstattung der im Schlosspark gebauten Interpretationen urgeschichtlicher Gebäude mit Einrichtungsgegenständen und Dingen des täglichen Gebrauchs sollen die Häuser nun tatsächlich auch bewohnbar gemacht werden und für die Besucher dadurch ein noch authentischerer Blick in die Vergangenheit geschaffen werden. Am 23. Juni wird das Haus der Bronzezeit (2.300/2.200 – 800/750 v. Chr.) eingerichtet. Gemeinsam mit Besuchern werden Zwischenwände eingebaut, Einrichtungsgegenstände gestaltet und Details als mögliche Interpretation der damaligen Wohnverhältnisse dekoriert. Unter wissenschaftlicher Anleitung werden u.a. mit originalgetreuen Nachbildungen bronzezeitlicher Werkezeuge Holzteile gefertigt, Schnüre aus Lindenbast zur Befestigung von Regalen hergestellt, sowie mit Spindeln Fäden zur Herstellung von Stoffen gesponnen. Zur Feier des Tages wird bei einer zünftigen „Baustellenjausn“ auf das gemeinsam Geleistete angestoßen.   Wissenschaftliche Unterstützung: Mag. Wolfgang Lobisser (Experimentalarchäologie, Vienna Institute for Archaeological Science) Mag. Dr. Karina Grömer und Dr. Helga Rösel-Mautendorfer (Naturhistorisches Museum Wien, Projekt CinBA - Creativity and Craft Production in Middle and Late Bronze Age Europe - Kreativität und Handwerksproduktion in der Mittel- und Spätbronzezeit Europas)   Foto-Rückblick  
Pauschalurlaub durch die Jahrtausende
Die großen DREI der Urgeschichte: Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit Spanien, Ägypten, Türkei – die klassischen Urlaubsziele ziehen Millionen Touristen an. Für jene, die von der Moderne und der Technik ein wenig los kommen wollen, bietet das Urgeschichtemuseum einen „Pauschalurlaub durch die Jahrtausende“ – All inklusive. Schicken Sie eine E-Mail an info@urgeschichte.at und gewinnen Sie für sich und Ihre Familie vom 12. bis 14. August 2011 ein Wochenende voll Stein-, Bronze- und Eisenzeit im Urgeschichtemuseum Asparn/Zaya. So spannend kann Urgeschichte sein! Einsendeschluss: 23. Juli. Jeden Tag wird in einer anderen Zeit gelebt. Am Freitag ist die Steinzeit dran, mit allem, was der steinzeitliche Alltag mit sich bringt, ob jagen mit Speer und Speerschleuder, die Malerei mit Erdfarben oder das Kochen, das an diesem Tag im Lehmofen geschieht. In der Bronzezeit leben die Gewinner des „Pauschalurlaubs durch die Jahrtausende“ am Samstag, an diesem Tag wird das Handwerk der Bronzezeit gelernt. Spinnen, Weben, Kupferschmuck herstellen und die Arbeit mit Ton stehen am Programm. Am Sonntag werden die Urlauber als Kelten der Eisenzeit ihren Tag verbringen und herausfinden, was die Kelten bis heute so „lebendig“ macht. Bogenschießen und Funken schlagen stehen auch auf dem Programm, bevor der Schwenk in die Vergangenheit sich dem Ende zuneigt.
Grabung Michelsberg
Seit Jahrhunderten ist der Michelsberg (Bezirk Korneuburg) ein sakraler Ort. Derzeit beschäftigen sich Archäologen unter der Leitung von Dr. Ernst Lauermann, dem Landesarchäologen Niederösterreichs und Leiter des Urgeschichtemuseums Niederösterreich, mit der Erforschung der sakralen Bauten am Michelsberg. Die Mauern einer barocken Kirche sind sehr deutlich. Jene der Vorgängerbauten kommen immer häufiger ans Licht, jedoch sind sie oft durch Fundamente späterer Bauten zerstört. Am 15. August gibt es die Möglichkeit die Ausgrabung unter fachlicher Führung zu begehen. Im Vorjahr wurde mit den Grabungsarbeiten am Michelsberg begonnen. Die Fundamente der barocken Kirche, wenige Fragmente der Vorgängerbauten und mehr als 100 Gräber – vorwiegend Kinder und Jugendliche – wurden freigelegt. Die Bestattungen befanden sich allesamt in der frühbronzezeitlichen Schicht. Auch heuer wurden bereits mehr als 50 Gräber freigelegt, was Dr. Lauermann vermuten lässt, ob es sich um einen frühen Friedhof handelte. Bis auf wenige Gewand-Metallverschlüsse sind die Bestattungen ohne Beigaben. Es tauchen aber auch immer wieder Mauerreste und Fundamentgräben auf, die noch nicht datiert werden können, weil das Fundmaterial zu gering ist. Die Fundamente der vorbarockzeitlichen Kirche zeigen noch keinen Zusammenhang, oftmals sind die bis zu 2 Meter breiten Fundamente der barockzeitlichen Kirche über die Vorgängerbauten und auch über die Bestattungen gebaut worden, sodass auf diese keine Rücksicht genommen wurde, was die wissenschaftliche Analyse erschwert. Bis Ende August wird am Michelsberg noch gegraben. Am 15. August ist die Grabung für die Öffentlichkeit zugänglich.   Tag der offenen Tür am 15. August: 9:30 Uhr         Feldmesse 11 – 17 Uhr        Fachkundige Führungen
Grabung Prigglitz
Schmelzofen aus der Bronzezeit in Prigglitz entdeckt Die archäologischen Ausgrabungen in Gasteil (Gemeinde Prigglitz), die von der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich seit dem Vorjahr gefördert werden, gehen in die zweite Runde. Diesen Sommer erforscht das Archäologenteam unter der Leitung von Peter Trebsche eine Werkstätte, in der vor rund 3000 Jahren Kupfer verarbeitet wurde. Der bislang erste und einzige Fund dieser Art in Niederösterreich gelang im Jahr 1953. Die Entdeckung in Gasteil bringt ganz neue Erkenntnisse über den bronzezeitlichen Bergbau, der im südöstlichen Niederösterreich auf eine lange Tradition seit der Urzeit zurückblicken kann. Die aufgedeckte Werkstätte besteht aus einem Schmelzofen für Kupfer und einer Arbeitsgrube zur Bedienung des Ofens. Darin wurde das Kupfererz, das in Gasteil geschürft wurde, zu reinem Kupfer verhüttet. Die ganze Einrichtung fiel einem Brand zum Opfer – ein Glück für die Archäologen, denn so blieben die verkohlten Hölzer außergewöhnlich gut erhalten. Unter normalen Umständen wären sie in den vergangenen dreitausend Jahren längst verrottet. Der Fundplatz von Prigglitz-Gasteil zählt zu den größten und bedeutendsten Bergbausiedlungen in Niederösterreich. An der Auswertung der Ausgrabungen sind zahlreiche Spezialisten beteiligt: Archäozoologen vom Naturhistorischen Museum Wien untersuchen die gefundenen Tierknochen. Botaniker von der Universität für Bodenkultur bestimmen die verkohlten Getreidereste und Holzkohlen. Der Geologe Günther Weixelberger aus Pitten analysiert die Zusammensetzung der Bergbauhalden. Die Geophysikerin Elisabeth Schnepp von der Montanuni Leoben entnahm Proben zur genauen Datierung der gefundenen Öfen. Für Interessierte besteht am Sonntag, den 14. August 2011 die Möglichkeit, die Ausgrabungen zu besichtigen. Der „Tag der offenen Tür“ beginnt um 16 Uhr (Treffpunkt: Parkplatz Galerie Gut Gasteil). Bei einer kurzen Wanderung zur Fundstelle erläutert der Grabungsleiter Dr. Peter Trebsche die neuen Entdeckungen. Um 18 Uhr besteht anschließend die seltene Gelegenheit, einen historischen Dokumentarfilm über Ausgrabungen in Prein an der Rax aus dem Jahr 1953 zu sehen.
Baum-Möbel im Urgeschichtemuseum
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Tag des Denkmals
Am 25. September 2011 - Tag des Denkmals zum Thema „aus Holz“ - öffnen sich die Türen zum wertvollen kulturellen Erbe Österreichs. Im Urgeschichtemuseum spricht der Prähistoriker Dr. Wolfgang Lobisser von 13-15 Uhr über die Geschichte der Holztechnologie und präsentiert nachgebaute Holzbearbeitungswerkzeuge von der Steinzeit bis zum frühen Mittelalter. Nur sehr wenige Materialien, wie Ton, Stein, Bein, Metalle oder Glas, können im Boden längere Zeit überdauern. Organische Materialien, wie Holz, Bast, Rinde, Pflanzenfasern, Stroh, Tierhäute oder Haare usw. vergehen meist innerhalb von wenigen Jahrzehnten. Doch gerade diese Materialien waren in der Vergangenheit für die Anfertigung von Gerätschaften und Werkzeugen sowie bei der Errichtung von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden von größter Bedeutung. Warum können wir dann Gerätschaften und Gebäude der Vergangenheit rekonstruieren? Selten aber doch wurden an manchen Fundstellen durch spezielle Erhaltungsbedingungen (Eis, Salz, Feuchtbodenmilieu ) auch organische Reste im Boden konserviert. Durch derartige Fundstellen erhalten wir wichtige Einblicke in die Holztechnologie . Zeit & Treffpunkt: 13:00–15:00 Spezialführung von Mag. Wolfgang Lobisser bei freiem Eintritt, Treffpunkt bei der Kassa Weitere Informationen auf: http://www.tagdesdenkmals.at   Fotowettbewerb: Im Rahmen einer Kooperation mit Wikipedia beteiligt sich das Bundesdenkmalamt beim internationalen Fotowettbewerb "Wiki loves Monuments", bei dem denkmalgeschützte Objekte aus 15 europäischen Ländern fotografiert und ins Internet gestellt werden können. Die besten Fotos werden in Straßburg von einer internationalen Jury bewertet. (Näheres unter: http://wikilovesmonuments.at/ ) Innerhalb dieses internationalen Fotowettbewebs können Kunstinteressierte und Hobbyfotografen in der Sonderkategorie "Tag des Denkmals" ihre schönsten Schnappschüsse vom 25. September hochladen - premiert werden die besten Umsetzungen des heurigen Mottos "aus Holz". Weitere Infos auf: http://wikilovesmonuments.at/2011/09/19/sonderpreis-aus-holz-tag-des-denkmals/ oder auf: http://www.live-pr.com/der-fotowettbewerb-der-wikipedia-geht-r1049102289.htm
Generationenwechsel beim Langhaus
•    45 Jahre altes jungsteinzeitliches Langhaus wird wissenschaftlich untersucht und abgetragen •    2012 wird ein neues Langhaus mit Experimenteller Archäologie errichtet Das älteste Gebäude im Freigelände des Urgeschichtemuseums ist das jungsteinzeitliche Langhaus. Seit 1970, seit der Eröffnung des Museums in Asparn/Zaya, erfreut es jährlich tausende Besucher. 20 Jahre gaben die Erbauer dem Haus an „Lebensdauer“, nun sind es mehr als 40. Eine Ära geht zu Ende. Bis Ende November ist es für Besucher noch möglich einen Blick darauf zu werden. Das Langhaus Schon 1962 wurde mit Vorarbeiten zum Bau des Langhauses begonnen, 1966 wurde es auf Basis eines Grabungsbefundes von Köln-Lindenthal (D) errichtet. Das Gebäude ist 25 m lang, 7 m breit und 5,4 m hoch. Auf 41 Pfosten ruht das Langhaus, dessen Wände ein mit Lehm verstrichenes Flechtwerk sind, den Boden bildet gestampfter Lehm und das Dach ist aus Schilf. „Der Befund aus Deutschland wurde damals für die Errichtung herangezogen, weil die Forschung in den 60er Jahren keine Hausbefunde der Linearbandkeramik in Niederösterreich kannte. Das hat sich nun geändert. Das neue Langhaus, das 2012 gebaut wird, basiert auf einem Grabungsbefund von Schwechat/Rannersdorf“, erläutert Dr. Ernst Lauermann, wissenschaftlicher Leiter des Urgeschichtemuseums Niederösterreich Asparn/Zaya. Wissenschaftliche Untersuchung des Langhauses Dr. Ernst Lauermann wird mit seinem Team das Haus nun Stück für Stück fachgerecht abtragen und dabei die Veränderung der Baumaterialien im Laufe der Zeit untersuchen. „Wir werden beim Schilfdach einen Schnitt machen, um die einzelnen Schichten analysieren zu können, ebenso werden wir die Holzpfeiler und die Holz-Dachkonstruktion auf Veränderungen untersuchen“, so Dr. Lauermann. „Jene Materialien, die für das Langhaus, das 2012 errichtet wird, erneut verwendbar sind, werden auch wieder eingesetzt.“ Von der Errichtung in den Jahren 1962-1966 gibt es wenige Aufzeichnungen, umso bedeutungsvoller ist es nun, das Langhaus umfassend zu untersuchen. Einige Erkenntnisse wurden bereits gewonnen, als vergangene Woche an der Rückseite des Hauses Grabungen stattfanden. Die tief im Erdreich sitzenden Bereiche des Pfeilers lassen die Zeichen der Zeit erkennen, sie sind teilweise morsch. Die Pfeiler wurden für eine längere Haltbarkeit bei der Errichtung mit Bitumen getränkten Säcken umwickelt, teilweise sind diese noch zu erkennen. Saison 2012 - Neubau des jungsteinzeitlichen Langhauses 2012 gibt es für Besucher die einmalige Gelegenheit, beim Bau des neuen Langhauses mit dabei sein zu können, das in den nächsten Jahrzehnten einen Teil der Jungsteinzeit im Urgeschichtemuseum darstellt. Das Haus wird am neuesten Stand der Wissenschaft gebaut. Die Experimentelle Archäologie, für die das Urgeschichtemuseum bekannt ist, wird auch beim neuen Langhaus zum Einsatz kommen.   Fotos vom Abtragen des Hauses
 © Urgeschichtemuseum