Baum-Möbel im Urgeschichtemuseum

Seit einigen Wochen bearbeitet Ewald Trischak das Holz einer aus Sicherheitsgründen gefällten Silberpappel des Schlossparks. Wahre Kunstwerke entstehen.

 

Kommentar von Ewald Trischak

„Als Idee und in ihrer Entstehungsphase wurde das Kunstprojekt hier, im Urgeschichtemuseum, unmittelbar neben dem gefällten Baum geboren. Möbel aus gewachsenen Holz habe ich bereits schon früher hergestellt. Im Unterschied zu früher wurden aber hier die Einzelstücke direkt aus dem Baum herausgearbeitet – eben echte „Baum-Möbel“, sie waren nie in einem Sägewerk oder sonst in einer anderen Produktionsstätte.

Natürlich wurden die Grundschnitte, und damit das Herauslösen der Einzelstücke aus dem Baum, mit der Kettensäge durchgeführt. Jedoch werden Detail- und sensible Abgleicharbeiten ausschließlich händisch, nur mit Stechbeitel und Zugmesser, abgearbeitet. Für die Besucher des Museums kann ich in dieser Arbeitsphase echte Handwerkskunst zeigen und es bereitet mir persönlich eine wahre Freude, mit welch hohem Publikumsinteresse ich dafür belohnt werden. (An manchen Tagen fanden hier improvisierte Vortragsrunden statt, dass ich sogar daran dachte, gleich vor Ort und in meiner Freiluftwerkstätte einen Kursus abzuhalten.)

In der nächsten Arbeitsphase werden die Rohkunstwerke die Freiluftwerkstätte verlassen müssen und irgendwo – unter Dach gelagert – für die anschließenden (und aufwendigen) Schleif- und Kittarbeiten vorbereitet werden. Zum aktuellen Zeitpunkt finden Gespräche statt und ich will rechtzeitig durch Medien und Internetseiten bekanntgeben lassen, wann und wo in meiner Heimatgemeinde Mistelbach die Ausstellung Ewald Trischak >Baum-Möbel< stattfinden wird.“