Venus von Falkenstein

Prachtvoll bemalte 6.000 Jahre alte Statuette ist nun im Original im NÖ Museum für Urgeschichte zu sehen

Die Venus von Falkenstein ist ein echtes Juwel der niederösterreichischen Archäologie. Am 28. September wurde sie von Mag. Karl Wilfing, Bürgermeister der Stadtgemeinde Poysdorf, an Dr. Ernst Lauermann, den
wissenschaftlichen Leiter des NÖ Museums für Urgeschichte in Asparn/Zaya, übergeben. Bisher war das Original der Venus von Falkenstein im Poysdorfer Stadtmuseum ausgestellt.

Die zweifellos am prachtvollsten bemalt erhalten gebliebene anthropomorphe Statuette der Lengyel-Kultur (4.800 – 4.300 v. Chr.), die Venus von Falkenstein, stellt der Fund vom Schanzboden dar. „An der Falkensteiner Plastik ist die gelbe Bemalung der „Haut“ zu erkennen, die schwarze, aus schräg gestellten echten Mäandern gebildeten Schürze, die schwarzen, gewellten Haare, die sich auch am Kinn und Hals wieder finden und möglicherweise einen Bart andeuten, sowie in Rot einen Gürtel und eine große Doppelspirale, wohl ein Anhänger unter der Brust“, beschreibt Dr. Ernst Lauermann, wissenschaftlicher Leiter des NÖ Museums für Urgeschichte die Venus. Auch am Kopf findet sich noch ein kleiner roter Punkt, der als Schmuck zu deuten ist. Der Kopf selber ist völlig abstrakt gehalten und sitzt auf einem überlangen Hals. Die etwa 6.000 Jahre alte Venus von Falkenstein ist 13 Zentimeter hoch.

Das Original der Venus von Falkenstein ist nun im NÖ Museum für Urgeschichte zu sehen.

 © Museum für Urgeschichte