Aktionstag am 5. Juni 2010: 70 Cent Eintritt, 20 Cent Führung
Einen Ausflug in die Urgeschichte und in die Geschichte des Urgeschichtemuseums erwartet Besucher am 5. Juni von 9 bis 17 Uhr. Das Urgeschichtemuseum feiert sein 40jähriges Bestehen mit Preisen wie vor 40 Jahren. Der Eintritt beträgt an diesem Tag 70 Cent, die Führung 20 Cent. Auch im Museumszentrum Mistelbach ist das Kombiticket (nur am 5. Juni gültig) zu diesem Preis erhältlich.
Die Geschichte des Urgeschichtemuseums soll am Jubiläumtag nicht zu kurz kommen. Wir zeigen Filme von Dr. Franz Hampl, dem ersten wissenschaftlichen Leiter des Museums in Asparn/Zaya bei seinen Ausgrabungen in den 50er Jahren. Auf unsere jungen Besucher wartet am 5. Juni das Erforschen der Urgeschichte und des Museums mit einer Rätselrallye.
Ein „Zuckerl“ gibt es für Ö1 Clubmitglieder. Am 5. Juni haben Ö1 Clubmitglieder gratis Eintritt.
Zur Geschichte des Museums
Im Jahr 1964 pachtete die Niederösterreichische Landesregierung das Schloss und renovierte es um die urgeschichtliche Sammlung des Landes Niederösterreich, die zuvor in der Wiener Herrengasse zu sehen war, zu zeigen. Gleichzeitig wurden Gebäude aus verschiedenen Epochen im Schlosspark errichtet. 1970 war es so weit, Dr. Franz Hampl übernahm als erster Direktor die Leitung des Urgeschichtemuseums. Es war ein Meilenstein, denn erstmals wurde eine Landessammlung in einem eigenen Museum ausgestellt. Die geschichtlichen Abläufe in Niederösterreich sollten durch ihre Einbeziehung in einen größeren europäischen Rahmen voll verständlich gemacht werden. Vorwiegend sind Wohn- und Wirtschaftsgebäude zu sehen, die eine lebendige Vorstellung von urgeschichtlichen Bedingungen vermitteln sollen. Die Modelle beruhen fast ausnahmslos auf archäologischen Grabungsbefunden aus Niederösterreich und angrenzenden Gebieten sowie auf den Ergebnissen der urgeschichtlichen Hausforschung.
Wesentliche neue wissenschaftliche Erkenntnisse veranlassten 2001/02 Helmut Windl die wissenschaftliche Neugestaltung der Dauerausstellung in Angriff zu nehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2006 bei Dr. Ernst Lauermann.
Im Jahr 2008 wurde das Urgeschichtemuseum betrieblich von der Niederösterreich Kulturwirtschaft (NÖKU) übernommen und wird seither als Standort der Archäologischen Kulturpark Niederösterreich BetriebsgesmbH geführt.
Die neuesten Modelle im Freigelände: 2008 wurde erstmals weltweit ein keltisches Heiligtum errichtet und 2010 folgte ein keltisches Versammlungshaus, das auf Grabungsbefunden basiert, die in Österreich einzigartig sind.